Freiherrlich von Aufseß´sches Altenheim Schloß Elmischwang

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Nachwuchs im Altenheim

 

Ein Meisenpärchen zieht vor den Augen der Heimbewohner des Freiherrlich von Aufseß´schen Altenheimes Schloß Elmischwang seine Jungen auf.

 

Fischach, Schloß Elmischwang (Hab): Die Bewohner des Altenheimes Schloß Elmischwang sitzen derzeit gebannt vor ihren Fernsehern und schauen nahezu einhellig den hauseigenen Fernsehkanal. Seit Ende April übertragen die Mitarbeiter des Heimes live aus einem Meisennistkasten das Brutgeschehen mit einer Minikamera. „Wir haben die Miniüberwachungskameras aus weniger erfreulichem Anlaß vor zwei-drei Jahren anschaffen müssen und suchten jetzt nach einer neuen Verwendung. Da kam uns die Idee mit dem Nistkasten“ sagte Heimleiter Volker Bertram. Der Meisenkasten, der in einer Birke im Schloßhof hängt war bereits einen Tag nach der Montage von einem Meisenpärchen bezogen worden. Die Funkkamera überträgt seit dem die Bilder aus dem Inneren des Vogeldomizils auf die Bewohnerzimmer.

So konnten die Bewohner bereits mitverfolgen wie innerhalb einer

Heimbewohnerin Barbara Rieth vor Ihrem Fernseher mit dem Meisennachwuchs

 

Frist von 12 Tagen das Meisenweibchen 10 Eier legte und mit dem letzten Ei ihr Brutgeschäft aufnahm. „Seit dem ist das Geschehen im Nest nicht nur Tischgespräch beim Mittagessen. Bei Bewohnern mit demenziellen Errankungen verzeichnen wir teilweise positive Auswirkungen auf das psychische Gleichgewicht und eine Reaktivierung von Aufmerksamkeit, Konzentration und Lebensfreude. “ so Volker Bertram.Der Erfolg des Meisenbrutkanales sprach sich auch sehr schnell bei den Angehörigen der Heimbewohner herum. Vor allem einige Enkelkinder kommen inzwischen umso lieber zu Besuch und das Sekretariat verzeichnet neben den obligatorischen Anrufen wegen des Bewohnerbefindens auch zunehmend Nachfragen nach dem Meisennachwuchs. Heimbewohnerin Barbara Rieth führt seit Beginn der Fernsehübertragung ein akribisches

e-mail Tagebuch und versendet ihre „News aus dem Nistkasten“ an interessierte Mitarbeiter und Angehörige. Besonders aufregend war für die Heimbewohner das Schlüpfen der Jungen, vor allem wegen eines ersten Verlustes, da sich inzwischen nur sieben kleine Schnäbel in die Höhe recken wenn das Elternpaar mit Futter anrückt. Heimbewohnerin Rieth ist vor allem davon beeindruckt, dass man der Natur so unmittelbar ins Geschehen schauen kann. Sie meint zum Meisennachwuchs: „Schön ist er nicht - aber zahlreich! Was mich beeindruckt ist, dass die Meisenmutter - kaum dass  ein Winzling herausgekrochen ist, die Eischalen frißt. Sehr praktisch und vermutlich auch gesund. Hoffentlich bleibt das Männchen bei der Stange; sprich bei der Futterlieferung.“ Es bleibt für sie also noch viel zu berichten vom Nachwuchs im Altenheim Schloß Elmischwang.